SKK1982 - Internetpräsenz des Schachklubs 1982 Klingenberg e.V. - Spielberichte II

Spielberichte II Saison 2018/19

 

7. Spieltag: Lohr I - Klingenberg II   6 - 2

Nach mehreren krankheitsbedingten Ausfällen und einer Leihgabe an die Erste standen wir heute nur zu sechst am Brett:

0:1 kampflos

0:2 kampflos

0:3 Tobias hatte durch den Lg2 des Weißen früh viel Druck auf c6 und b7 zu verzeichnen, nach dem Eindringen des Springers auf d6 und dem drohenden Bauernverlust wollte Tobias sich mit einem Kunstgriff behelfen und mit seinem Springer in einen Gegenangriff (Gabel auf Turm und König) übergehen. Leider konnte der Gegner einfach mit seinem Turm zwei Figuren angreifen und so war der Gegenangriff schon ein Figurenopfer gegen zwei Bauern. Wobei der zweite Bauer schon ein vergifteter war und Tobias seinen verbliebenen Sh2 nicht mehr rückführen konnte – auch dieser wurde von besagtem Aggroturm abgeholt.

0:4 Anton beging nach eigener Aussage einen taktischen Fehler und war dann in einem Endspiel Turm+Läufer und drei gegen sechs Bauern überfordert.

0:5 Fred hatte einen rückständigen Bauern auf e3, den der Gegner schön bekämpfte. Außerdem war die Königsstellung sehr luftig und nach dem Tausch des h-Bauern ging es innerhalb weniger Züge zu Ende. Der Gegner griff mit allen Figuren gegen den g4-Bauern an, eroberte diesen und mit dem Springeropfer ging es über in einen Mattangriff. Ob dieser noch zu verhindern war, weiß ich nicht, aber dann wäre wohl ein Turm- oder auch Dameverlust gefolgt.

0,5:5,5 Yannik konnte seinem Gegner stark gegenhalten und erreichte im Turmendspiel als Schwarzer genug Gegenangriff oder auch eigene Optionen, dass Weiß sicherheitshalber ins Remis abwickelte.

1,5:5,5 Eric hatte zu Anfang schönes Gegenspiel über f5 auf e4. Bis ich wieder kam, war aber irgendwie ein Bauern weniger auf dem Brett, aber der des Gegners stand schon auf d7! An dieser Stelle dachte ich 'Wow, das sieht nicht gut aus.', aber als ich beim nächsten Mal vorbei kam, war der d7-Bauern verschwunden und Eric hatte einen Bauern mehr auf dem Brett :-) Der Gegner stand später unter Zeitnot und wollte wohl unbedingt einen Sieg und veropferte sich in der Stellung. Erst hatte Eric noch eine Figur mehr, später einen Turm – Glückwunsch zum ganzen Punktgewinn!

2:6 In einer Englischen Partie versuchte Schachfreund Mehler mittels Db6 und Sc5 Druck auf meinen b3-Bauern auszuüben. Einen Moment dachte ich auch, dass ich diesen verliere, konnte aber bei tieferem Einblick in die Stellung mittels La3 genug Gegendruck auf seinen Bauern d6 eröffnen, so dass er von seinem Vorhaben absah. Nach dem Damentausch gruppierte ich meinen Lg2 nach c2 um, damit ich zum einen diesen permanenten Druck auf b3 reduzieren konnte und gleichzeitig auf dem Königsflügel meinen möglichen Bauernangriff 4 gegen 3 Bauern hätte unterstützen können. So ergab sich die Schlußstellung TTL und 7 Bauern gegen TTS 7B wobei er noch einen Doppelbauern auf der g-Linie besaß und nach etwas über vier Stunden in ein Remis einwilligte. Gegen einen Gegner mit 400 DWZ mehr ein gutes Remis erspielt kommt auch nicht oft vor und so bin ich denn als letzter alleine und trotz der Niederlage zufrieden nach Hause gefahren.

[Hans-Jörg Gies]

 

 

6. Spieltag: Klingenberg II - Prichsenstadt I   4 - 4

0,5:0,5 Kilian hatte wenig Raum in der Eröffnung, konnte aber im Mittelspiel eine sichere Verteidigungsstellung aufbauen und gegen Werner gut ins Remis abwickeln.

1:1 Yannik hat mit der Rochade lange gewartet aber im, Schwerfigurenendspiel (D+2T+5B) gut die Übersicht behalten und sich das Remis erkämpft. 

1:2 Ja, der Lauf an unvollendeten Punkten nimmt in Simons Partie seine Fortsetzung -  Simon liegt in einer Sizilianischen Partie nominell zunächst mit einer Figur vorne. Trotz objektiv gefährdeter Stellung schafft er es mit guter Verteidigung und einigen Zwischenzügen das Materialplus auf einen Mehrturm zu erhöhen. Leider übersieht er dabei ein Zwischenschach der Dame mit direktem doppelten Turmverlust. Danach nimmt sein Angriff wieder Fahrt auf und sein Läufer, Springer und Dame kämpfen direkt gegen den gegnerischen König. Eine 2-zügige Mattmöglichkeit lässt Simon leider aus (Info seines Gegners Thomas: Er wollte schon aufgeben, aber dann wäre er der erste gewesen und so hat er es gelassen...) Anschließend wählt Simon ein Springeropfer mit "Mattangriff" (der leider keiner war...) und so blieb er mit D+L+6B gegen D+T+L+2B zurück und das Spiel war bald verloren.

1,5:2,5 Geralds Spiel lief die gesamte Zeit in ganz ruhigen Bahnen und so gab es ein friedliches Remis.

2:3 Tobias spielte mit einem isolierten Bauern auf der d-Linie gegen das Läuferpaar, verteidigte sich lange und konnte aufgrund der schwachen Zeit von Michael Ziegler ein Remis erreichen.                                                                              

3:3 Fred hat anfangs den Turbo gezündet, denn nach zehn Zügen lag er mit einer Bedenkzeit von 1:43 gegen 1:05 weit vorne. Wie schon einmal in der Runde vorgekommen, erreichte er auch wieder einen f-Doppelbauern. Zum Endspiel hin hatte Fred eine Qualität mehr, wobei seine Stellung unglaublich unterentwickelt war. Später kam noch ein weiterer Bauerngewinn hinzu. Danach kam es für Fred zu einer kritischen Stellung, in der er das angebotene Remis aus mannschaftsdienlichen Gründen ablehnen musste. Da viel Zeit bis zur Ablehnung war, konnte sich Fred länger mit der Partie beschäftigen, die kritische Stellung so überwinden und den Qualitätsvorteil später in einen Sieg umwandeln.

4:3 Manuel hat früh seinen eigenen Bauern bis auf a7 gebracht und der Gegner hätte seinen von b3 auf c2 schlagen können, hat dies aber unterlassen und eine schwächere Fortsetzung gewählt. Manuel konnte dann zur Zeitnot hin einen Bauern gewinnen und im Doppelturmendspiel noch einen zweiten hinzufügen. Nach dem Tausch eines Turmpaares ergab sich ein gewonnenes Turmendspiel.

4:4 in meiner Partie stand ein quälend lange Benoni Stellung auf dem Brett. Sehr festgefahren auf dem Damenflügel konnte der extra aus England eingeflogene Spieler Arens dann einen Bauerndurchbruch auf d6 provozieren, was letztlich zu einem Tausch von Turm und Bauern gegen zwei Figuren führte. Anschließend konnte mein Gegner die Figuren ideal umgruppieren und seine positionellen Vorteile in einen Sieg umwandeln.

[Hans-Jörg Gies]

 

 

5. Spieltag: Mömbris I - Klingenberg II   4 - 4

0,5:0,5 Fred verwertete seine jederzeit aktiv geführte Partie zu einem sehr guten Unentschieden gegen Markus 100 Prozent

0,5:1,5 bei Yannik waren früh die Figuren getauscht und mit  TTLL war eine gute Stellung mit zwei von ihm besetzten Turmlinien entstanden. Leider konnte der Gegner einen Läufer von Yannik fesseln und mit einer Figur weniger auf dem Brett war dies schnell verloren.

1,5:1,5 Simon hatte einen Doppelbauer auf der c Linie, dafür das Läuferpaar. Mit einen feinen Opfer auf f6 brachte er seinen Gegner vor große Probleme, entweder Danenverlust oder eine Qualität und einen Bauern abzugeben. Es ging nach tauschen weiter mit DT und 5 Bauern gegen TTL und 4 Bauern und war bald entschieden 

1,5:2,5 Tobias hatte nach der Eröffnung zugelassen, dass die Dame den Bauer b7 nehmen konnte. Dachte wohl er bekomme genug gegenspiel bzw. diesen Bauern zurück, aber eigentlich war er die ganze Zeit mit dem Minusbauer unterwegs und verlor.

2,5:2,5 Kilian verteidigte sauber das Opfer Springer gegen 2 Königsbauern und konnte trotz jederzeit gefährlichen Spiels und vieler Drohungen von Michael seinen Vorsprungg weiter ausbauen. Erst gleiche Bauern dafür eine Quali mehr, dann Minderbauern aber dafür zwei Qualitäten dann Turm und Qualität und die Partie war entschieden

2,5:3,5 Hans-Jörg: Im Mittelspiel ging das Zentrum auf und mein König war auf der c Linie etwas ungeschützt. Erst dachte ich mit meinem Bauervorteil könnte ich mich verbarrikadieren aber Michael zeigte mir trotz hochgradiger Zeitnot die Grenzen auf.

Unglücklicher kann das Ende des Kampfes nicht eingeläutet werden...

3:4 Gerald steht mit seinem Mehrbauer im Endspiel Turm Springer und 5 gegen 4 Bauern auf Sieg und opfert soweit ich das sehen konnte ohne Not die Qualität. Danach stellt er seinen verbliebenen Springer und König ohne sich bewegen zu können auf. Im Endspiel gab es noch mehrere Möglichkeiten auf Gewinn weiter zu spielen aber Gerald verlor etwas des Faden und geb einen nach den anderen Bauern ab und so blieb das Remis.

3,5:4,5 Manuel hatte einen Bauern weniger im Endspiel, aber Raumvorteil und das Läuferpaar. Manuel manövrierte geschickt und brachte Claus Behl immer weiter in den Zugzwangbereich. Bei beiderseitigen 3 Restminuten der finalen Zeitgrenze ließ er leider zweimal den Sieg aus und so zogen beiden Bauern ein und das Dauerschach war kurz danach das Ende.

Schade um den Punkt, den wir heute liegen ließen…

[Hans-Jörg Gies]

 

 

4. Spieltag: Klingenberg II - Kitzingen II   3-5

0:1 Eric war krankheitsbedingt etwas angeschlagen und dem M2-Spieler Moritz Basel nicht gewachsen. Nach dem Mittelspiel blieb ein Bauer weniger mit schwacher Stellung und dies verwertete Moritz.  

1:1 Fred konnte im Mittelspiel mit einem Zwischenschach einen ganzen Turm gewinnen und der Gegner gab sofort auf.

1:2 Tobias – warum die Partie so schnell endete ist mir nicht bewusst, vielleicht gab es irgendwo einen Figureneinsteller?

1:3 Yannik hatte nach der Eröffnung eine sehr unbequeme Stellung mit gefesselter Figur. Sicherlich hätte dies der Gegner mit Weiß besser ausnutzen können, aber nach dem Durchtauschen verblieb dem M2-Spieler Kai Müller somit nur ein Mehrbauern auf c3, den Yannik sehr gut attackieren konnte. Im Endspiel mit S T und 3B gegen L T und 3B verlor Yannik leider den Überblick und büßte Bauern ein, was zügig zum Gewinn für Weiß führte.

1,5:3,5 Kilian kann heute sehr zufrieden mit sich sein. Gegen den starken alten Mann im Team von Kitzingen gab es eine sehr spannende Partie mit absolut unklarer Stellung. Kilian konnte auf c8 einziehen und eine Dame mehr erreichen und sein Gegenüber Nußbaumer versuchte ihn in dieser Zeit Matt zu setzen (was bei genauem Spiel wohl vielleicht auch möglich gewesen wäre). Kilian opferte Dame gegen Turm zurück, um die Stellung halten zu können bzw. um den Sieg zu erringen, aber sein König stand zu exponiert und so konnte sich Hans ins Dauerschach retten.

1,5:4,5 Gerald versuchte entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten keinen Bauern über die fünfte Reihe zu ziehen und bei der Aufstellung der Figuren gab es mit Dc8 und Ld8 auch ungewöhnliche Konstellationen. Im Turmendspiel konnte er mit einem Bauern weniger den Ausgleich nicht halten.

2:5 Mir standen nach der englischen Eröffnung von Weiß am Ende etwas wenig Felder zum Lavieren zur Verfügung, aber mein Gegner konnte keinen genauen Plan ermitteln und in meiner Zeitnotphase konnte ich mit Tf6 die halboffene Linie stark besetzen und einen Bauerngewinn auf der a-Linie erreichen. Leider gab es für mich keine Ideen, meinen rückständigen b Bauern zu aktivieren und so einigten wir uns auf Remis. Zwischendurch hätte ich anscheinend einmal mit einer Fesselung einen Bauern gewinnen können, aber in der Analyse danach schien auch dies Remis zu halten.

3:5 Manuels Gegner opferte gegen Manuels sizilianische Verteidigung einen Läufer für 2 Bauern und zerstörte Rochade. Zwischendurch hat dies kritisch für Manuel ausgesehen, aber mit guter Verteidigung behielt er die Oberhand und konnte am Ende den verdienten Sieg erringen.

Alles in allem haben wir ein achtbares Ergebnis geliefert und uns gut zur Wehr gesetzt wenn man bedenkt, dass die Gegner im Durchschnitt 200 Punkte mehr hatten als wir.

[Hans-Jörg Gies]

 

 

3. Spieltag: Klingenberg II - Mainaschaff I   1-7

Heute sind wir klassisch von einer stärkeren Mannschaft überspielt worden und waren letztlich chancenlos.

Eric 0:1 Er ist am Vormittag freundlicherweise mit Gehirnerschütterung für den fiebrigen Kilian eingesprungen, lag aber früh mit zwei Bauern im Rückstand und der Gegner spielte dies gemütlich und zügig zu Ende.

Fred 0:2 Nach der Eröffnung mit einem Doppelbauer auf f6+5  und einem Läufer auf g7 dahinter hinkte er dem Spiel hinterher und irgendwann kam überraschend die Nachricht von der Niederlage – vielleicht ist danach noch etwas „Größeres“ passiert.

Gerald 0:3 Er war in einer geschlossenen Stellung unvorteilhaft aufgestellt und der Gegner konnte im Mittelspiel die Bauernmehrheit auf dem Damenflügel erringen und entschied die Partie zügig für sich.

Hans-Jörg 0:4 Eigentlich fand ich ganz ordentlich gespielt zu haben – einen geopferten Bauern auf d4 genommen, verteidigt und dafür eine schlechtere Läuferstellung akzeptiert. Nach dem Tausch der Läufer offenbarten sich aber dann erst die wahren Probleme. Mit seinem Springer auf f6 gefolgt von einem Figurenopfer und De5 brach die Stellung dann kurzfristig zusammen. Es gab eine Verteidigungsoption mit Kf7-h8 um dem Doppelschach auszuweichen und dann das nächste dreizügige Matt verhindern zu können, aber das war auch nicht annähernd Gegenstand meiner Betrachtung. In der Analyse zeigt sich dann manchmal wie viel der Gegner über die Stellung weiß und wie weit er die Stellung im Gegensatz zu mir berechnen kann.

Tobias 0:5 Tobias tauschte im Mittelspiel in der falschen Reihenfolge ab, Jochen nutzte dies mit einem Damenangriff-Zwischenzug aus und konnte eine Figur erobern. Tobias versuchte im Angriff zu bleiben, was aber auch in einer Niederlage endete.

Yannik 0,5:5,5 Ein Lichtblick :-) es droht auf jeden Fall schon kein 0-8 mehr… Yannik kämpfte lange gegen Biancas isolierten d5-Bauern – teilweise 5-fach überdeckt fand das gesamte Mittelspiel um diesen Bauern herum statt. Am Ende war er mit einem Bauern weniger im Turmendspiel und konnte dies Remis halten.

Manuel 0,5:6,5 eigentlich sah es meines Erachtens lange remislich aus, aber als sich die Reihen lichteten, waren ein Bauer und eine Qualität weniger auf dem Brett. Der Gegner verwertete dies letztlich relativ einfach und als der letzte Bauer zum Umwandlung eingezogen war, gab Manuel den Kampf verloren.

Simon 1-7 Nach der Eröffnung als Schwarzer einen Bauern weniger aber dafür Gegenspiel und später mit der Rückeroberung. Im Endspiel glaube ich, dass der Gegner unkorrekt gespielt hat, denn die Aufstellung Lb2, Bc3 bei einem weißen Bauern auf c2 brachte einen Läufer der kaum mehr am Spiel teilnehmen konnte – der Gegner entschied sich aber trotzdem diesen „gefährlichen“ Läufer zu tauschen und so kam es zu einer Remisstellung.

[Hans-Jörg Gies]

 

 

2. Spieltag: Schweinheim I - Klingenberg II   4 - 4

0,5:0,5 Anton hat in einer ausgeglichenen T+D+S und je 6 Bauern Stellung früh eine Remisvereinbarung getroffen.

0,5:1,5 Heute wollte ich etwas zügiger zu Werke gehen, was mir auch gelang. Am Ende der Eröffnung hatte ich schon ein/zwei Tempi Vorteil, aber dann etwas unvorteilhaft mit e4 das Zentrum gesprengt und bin dauerhaft einem Bauern hinterhergelaufen. Anfangs gab es noch genug Gegenspiel, dafür aber nach zwei gewonnenen Tempi von Boris und anschließend einem Qualitätsgewinn war meine Stellung aussichtlos.

0,5:2,5 Manuel wollte, soweit ich das verstanden habe, als Weißer durch Grünfeldindisch mit vertauschten Farben zum Erfolg kommen, was sich aber relativ früh als wenig gewinnträchtig zeigte.

1,5:2,5 Fred hatte nach der Eröffnung einen Bauern mehr und zusätzlich sich nach und nach eine gute Zentrumsstellung erarbeitet. Nach e4 (mit Doppelbauer auf e5) drohte dann f4-f5-f6 mit aussichtsreichen Chancen gegen die gegnerische Verteidigungsstellung. Ob es so gekommen ist, weiß ich nicht – aber der Sieg kam bald.

2,5:2,5 Unser "Neuzugang" Schüssele kreierte zwei halboffene Linien und machte mit Ta8, Ta7 ordentlich Druck auf den rückständigen a-Bauern. Nach Schlagen und Tauschen waren dann bald 3 Mehrbauern daraus geworden. Die letzte Offensive des Gegners konterte Tobias mit Ta1 und fesselt die Db1 auf den König und der Gegner gab vollkommen berechtigt auf.

3,5:2,5 Simon zeigte eine tolle unklare Partie mit unglaublich vielen Möglichkeiten und einer guten Übersicht. Der gegnerische Bauer war bei ihm schon auf g2 eingedrungen, dafür im Gegenzug sein a6 Bauer sehr stark. Am Ende wehrte sich Peter sehr lange und versuchte selbst bei einer gegen zwei Damen noch eine Remisstellung zu erreichen, aber das ließ Simon nicht zu. Selbst in ca. 30 verschiedenen Analysen nach Partieende versuchten Boris und Peter bei optischem klarem Vorteil einen Gewinnweg zu finden, aber egal welche von diesen unglaublich vielen Abwicklungsvarianten sie wählten, Simon blieb immer obenauf.

Wir lagen in Front und konnten nun sogar auf ein kleines Wunder hoffen :-)

4:3 Eric zeigte, dass er langsam über das Jugendschach hinaus gewachsen ist. In einer für ihn schlechteren Stellung mit Minusbauern und rückständigem Bauern konnte er so abwickeln, dass er in ein Turmendspiel mit Bauern weniger ging. Dort meisterte er fast alle Hürden gut, mit Ausnahme dieses einen Momentes als der Gegner seinen Turm für umsonst hätte gewinnen können :-) Nach ca. 4 Minuten Bedenkzeit übersah er dies jedoch und so brachte Eric das bis zum Remis auf der Grundreihe zu Ende. Beim letzten wichtigen Zug (Stellung schwarz Kb4, Bauer b3, weiß Kb2) zögerte er zwar noch ein wenig, aber berechnete alles korrekt.

4:4 Kilian spielte die längste Partie des Tages, nicht aufgrund der Zuganzahl, sondern aufgrund der Bedächtigkeit mit der er und Nadja dies angingen. Zu Beginn des Mittelspiels konnte Kilian mit ein paar aktiven Zügen eine sehr ausgeglichene Stellung einnehmen. Leider beschränkte er sich anschließend auf viele passive Züge, was aber Nadja noch gar keinen Vorteil bescherte. Beim Stand von 4:3 war dann klar dass Sie gewinnen musste, was aber meines Erachtens die Stellung nicht hergegeben hatte. Sie besaß Druck auf der a-Linie und Kilian versuchte wenig Druck auf der für ihn halboffenen f-Linie zu verbreiten (leider). So ließ sich Kilian - der wohl Angst vor ihrem Springer hatte - hinreißen diesen auf der a-Linie abtauschen. Damit kam ihr Bauer auf die offene Linie und konnte obwohl immer noch kein Vorteil bestand, innerhalb von wenigen Zügen das Spiel direkt entscheiden.

Super Leistung - ein 4:4 erkämpft mit einem kleinen Wermutstropfen, denn hier wäre wohl sogar noch mehr möglich gewesen.

[Hans-Jörg Gies]

 

 

1. Spieltag: Versbach I - Klingenberg II   5 - 3

Ein unglücklicher erster Spieltag nimmt seinen „vorherbestimmten“ Lauf: Zu den sechs Zusagen gesellten sich am ersten Spieltag leider acht Absagen und so mussten wir mit dem Paket von 0:2 starten – nichtsdestotrotz mit ziemlich viel guter Laune angereist und so ging es gut los.

0,5:2,5  Gerald war in einer untypisch ruhigen und ausgeglichenen Stellung unterwegs und nachdem er seine Ideen mit dem Bauernvorstoß auf g5 nicht umsetzte, endete seine Partie bald in einem Unentschieden.

1,5:2,5 Yannik drohte seinem Gegner nach der Eröffnung einen Bauern abzujagen und dieser verlegte sich ausschließlich auf die Verteidigung. Dadurch gewann Yannik anschließend die Qualität und zwei Bauern bzw. überspielte seinen überforderten 1700er Gegner komplett. Gut gemacht!

2,5:2,5 Manuels Gegner hatte wohl seine Rochade vergessen und Manuel setze zum Durchbruch im Zentrum an. Dieser schlug wohl durch und so war nach ca. 2,5 Stunden der Ausgleich hergestellt.

2,5:3,5 Nun kommt der eher tragische Teil des Tages zum Vorschein: Simon kam nach der Eröffnung nach dem Tausch von S/S/L mit einem Doppelbauer und Isolani in leichten Nachteil, besaß aber mit dem besseren schwarzfeldrigen Läufer genug Kompensation. Nach Opfer des Isolanis erreichte Simon mit schönem Gegenspiel die bessere Stellung und irgendwann tatsächlich den Vorteil. Sein Gegner musste den Turm opfern um überhaupt noch im Spiel zu bleiben und kam so in eine Stellung mit D+3 Bauern gegen Simons D, T+1 Bauer. Nachdem Weiß (leider der Gegner) seinen 40.ten Zug absolviert hatte verblieben Simon noch ca. 3 Minuten Restzeit. Leider vergaß er, dass es auch für den schwarzen Spieler sinnvoll ist seinen 40ten Zug zu absolvieren und so reklamierte der Gegner verständlicherweise auf Zeit und so rann der Sieg dahin.

3:4 Anton hatte ich vorher in leicht besserer Stellung das Remisangebot seines Gegners ablehnen lassen. Nachdem er leider bei einem Tausch in falscher Zugreihenfolge bedingt durch ein Zwischenschach dann die Figur gegen einen Bauern geben musste, raffte sich Anton auf und kämpfte sich mit einem Bauerngewinn zurück zu 5 Bauern gegen Springer + 3 Bauern und erreichte tatsächlich auch noch ein Remis.

3:5 Meine Englische Partie war sehr lange Zeit in der Remisbreite und als ich einen Bauern geben musste, konnte ich in ein ungleichfarbiges Läuferspiel abwickeln, in dem der Mehrbauer ein Doppelbauer war. Meine Stellung baute ich um zu einer Festung und wäre damit wohl auch fast erfolgreich gewesen, denn Hartmut war sich auch lange nicht klar, wie er hier überhaupt einen Gewinn erreichen sollte. Erst nach vielen Umstellungen und Ausnutzung aller Felder von seiner Seite wurde klar, dass meine Festung insgesamt ein oder zwei Felder zu wenig zum Manövrieren übrig ließen. Nachdem dann ein weiterer Bauerngewinn drohte und der Mannschaftskampf verloren war, gab ich auf, denn noch eine weitere Stunde in dieser aussichtlosen Lage um die Hoffnung eines Remis kämpfen, dafür fehlte mir an diesem Wochenende einfach die Motivation.

Fazit: Einfach schade, denn wir hatten es heute zu sechst verdient, einen Punkt aus Versbach zu entführen – leider hat dies nicht geklappt und so werden wir die Motivation der guten Leistungen mitnehmen, um bald die ersten Punkte einzufahren.

[Hans-Jörg Gies]

 

 

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